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Studia nad osadnictwem kultury pucharów lejkowatych na lessach Podgórza Rzeszowskiego i Doliny Dolnego Sanu

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dc.contributor.author Król, Dariusz
dc.date.accessioned 2019-04-16T10:55:43Z
dc.date.available 2019-04-16T10:55:43Z
dc.date.issued 2018
dc.identifier.citation Materiały i Sprawozdania Rzeszowskiego Ośrodka Archeologicznego, t. 39/2018, s. 39–55 pl_PL.UTF-8
dc.identifier.isbn 978-83-7996-667-7
dc.identifier.issn 0137-5725
dc.identifier.uri http://repozytorium.ur.edu.pl/handle/item/4534
dc.description.abstract This article is the result of the latest studies on the settlement of the Funnel Beaker culture communities in the loess area of the Rzeszów Foothills and the Lower San Valley. It deals with shaping of the settlement network of this cultural phenomenon in relation to the local natural environment, chronological issues (initiation, duration and deconstruction of the phenomenon) and intercultural contacts. Analysing the sources it was found that in the studied area, the communities of the Funnel Beaker culture formed characteristic settlement clusters, strongly related to the network of river valleys crossing the loess patch of the Rzeszów Foothills and the Lower San Valley. Within such clusters there were functionally diverse sites such as: cemeteries, various size of settlements and camps. In the light of the latest data in the field of absolute dating and information coming from ceramics, it can be assumed that the appearance of these communities in the discussed area occurred slightly earlier than about 3700 BC. Their development did not take place in isolation from neighbouring “worlds”. In many local settlements of the Funnel Beaker culture the ceramics were recorded, which may provide evidence of contacts with the eastern environment of this culture and the late Tripolye culture. pl_PL.UTF-8
dc.description.abstract Der vorliegende Beitrag ist das Ergebnis der neusten Studien zur Besiedlung der Trichterbecherkultur auf dem Gebiet des Vorgebirges Podgórze Rzeszowskie und des San-Tals. Diese Forschungen wurden in den Jahren 2017–2018 an dem Institut für Archäologie der Universität Rzeszów im Rahmen des Projekts NCN Miniatura 1, „Dynamika osadnictwa kultury pucharów lejkowatych na lessach Podgórza Rzeszowskiego”. (dt.: Dynamik der Besiedlung der Trichterbecherkultur auf den Lössgebieten des Vorgebirges Podgórze Rzeszowskie“ durchgeführt. Mit diesem Beitrag wird versucht, eine Reihe von Fragen zu beantworten: a) wie vielfältig war die Besiedlung der lokalen Trichterbecherkultur?, b) welche räumlichen Anordnungen bildete sie?, c) wie waren ihre Beziehungen zur natürlichen Umwelt?, d) wann und wo ist sie frühestens erschienen?, e) wie lange waren die Siedlungen bewohnt und die Gräberfelder genutzt?, f) wie intensiv waren die Kontakte der lokalen Gruppen der Trichterbecherkultur mit ihren ukrainischen Entsprechungen und der Bevölkerung der Tripolje-Kultur? Auf dem behandelten Gebiet kann man vier Typen von Fundstellen unterscheiden: a) Gräberfelder, b) Siedlungen, c) Siedlungspunkte, d) Siedlungsspuren (Abb. 2). Die Kategorie Gräberfelder wird durch die Fundstellen vertreten, die mittels Ausgrabungen erforscht wurden (Skołoszów, Fst. 7; Szczytna, Fst. 6 und Święte, Fst. 11). Zur Unterscheidung der Kategorie Siedlungen wurden die Ergebnisse der Ausgrabungen und Geländebegehungen genutzt. In dieser Gruppe sind große, mittelgroße und kleine Siedlungen zu unterschieden. Zu den großen Siedlungen gehört u. a. die Fundstelle Nr. 16 in Skołoszów. Das Siedlungsbild der Trichterbecherkultur wird durch die sog. Siedlungspunkte und Siedlungsspuren ergänzt. Ihre Funktionen sind nicht eindeutig. Unter den Siedlungspunkten werden sowohl die Überreste der weniger stabilen Siedlungen und Lagerstätten, als auch anderer näher nicht bestimmten Fundstellen gezählt. Auf dem erforschten Gebiet wurde eine interessante Verteilung der Fundstellen der Trichterbecherkultur beobachtet. Diese Situation wird mittels der Dichte registrierter Siedlungsphänomene veranschaulicht, was durch den Einsatz des Algorithmus kernel density estimation (KDE) (Abb. 3) erreicht wurde. Die Abbildung stellt ein Siedlungsmodell dieser Kultur dar. Für diese Siedlungskonzentrationen ist unterschiedlicher Dichtefaktor kennzeichnend, der die Besiedlungsintensität in einem bestimmten Raum widerspeigelt. In diesem Sinne waren die Gebiete im Bereich der mittleren und unteren Flusslaüfe von Łęg Rokietnicki und Rada am intensivsten genutzt. Einige Konzentrationen zeichnen sich besonder deutlich ab (Abb. 3) In jedem von diesen Clustern konnte man eine funktionale Differenziertheit der Fundstelle erkennen. Die Fundstellen der Trichterbecherkultur waren in direkter Verbindung mit dem hydrologischen Netz der Region situiert. Das ist im Falle der Hauptflüsse des östlichen Teils des Vorgebirges Podgórze Rzeszowskie besonders deutlich sichtbar. Für die Entwicklung des Siedlungsnetzes der Trichterbecherkultur waren auch andere Wasserreservoire von Bedeutung. Ein Beispiel dafür liefert u. a. die Lage einer großen Siedlung in Skołoszów, Fst.16., die ca. 40 m von einem abflusslosen Randsee lokalisiert war. Die räumliche Anordnung der Besiedlung der Trichterbecherkultur wurde ebenfalls durch das Relief beeinflusst. Die lokalen Gruppen der Trichterbecherkultur bevorzugten die Gebiete mit unterschiedlicher Geländestruktur. Die Siedlungskonzentrationen wurden in der hügeligen Landschaft von Podgórze Rzeszowskie, wie auch auf den leicht welligen oder sogar ebenen Gebieten des unteren San-Tals beobachtet. Die registrierten räumlichen Strukturen sollen nicht kritiklos als einmalige Siedlungsformen betrachtet werden. Das Erkennen der Dynamik des Funktionierens der Gruppen der Trichterbecherkultur auf dem behandelten Gebiet ist jedoch schwierig. Bisher glaubte man, dass die Anfange der Besiedlung dieser Kultur auf die Zeitspanne um 3800–3700 v. Chr., oder sogar um 3900–3800 v. Chr. fallen konnten. Diese Schlussfolgerungen wurden auf die absoluten Daten aus der Radiocarbondatierung der Keramik (Tabelle 1) und der Anwesenheit an manchen Fundstellen der Materialien mit vorklassischen Merkmalen zurückgeführt. Die Möglichkeit einer sehr frühen Datierung der Trichterbecherkultur ist auf dem behandelten Territorium diskutierbar. Darauf weisen die neusten Forschungsergebnisse aus den Siedlungen in der Nähe der Flüsse Łęg Rokietnicki und Rada hin. Dazu gehören auch u. a. die neu gewonnenen Daten: 4765 ±35 v. Chr. und 4680 ±35 v. Chr. aus der Siedlung in Skołoszów, Fst. 16 und 4745 ±35 v. Chr. und 4720 ±40 v. Chr. aus der Siedlung in Skołoszów, Fst. 31. In der Gruppe absoluter Daten, die in den Siedlungen auf dem besprochenen Gebiet gewonnen wurden, sind die klassischen Daten am zahlreichsten (Tabelle 2). In der Zeitspanne um 3650-3400/3300 v. Chr. erreichte die lokale Besiedlung der Trichterbecherkultur ihre Höhe. Das war der Höhepunkt der kulturellen und wirtschaftlichen Beständigkeit der erforschten Gruppen. Das war die Zeit, in der es vermutlich auch zu bilateralen Kontakten mit den benachbarten Gruppierungen der Trichterbecher und Tripolje-Kultur kam. Heute ist es schwer, festzustellen, wie lange diese Besiedlung bestehen konnte wie auch, wie ihr Charakter im Moment der Desintegration war. Die letzten 10 Jahre brachten einen großen Fortschritt in der Erforschung der Trichterbecherkultur in den Lösslandschaften des Vorgebirges Podgórze Rzeszowskie und des unteren San-Tals. Man kann heute zu Recht feststellen, dass die lokale Besiedlung der Trichterbecherkultur einen stabilen Charakter aufwies. Dies bestätigt die Anwesenheit unterschiedlich großer Siedlungen und Gräberfelder. Die Siedlungen bildeten räumlich und vermutlich auch chronologisch differenzierte Strukturen. Sie waren in der Regel in Konzentrationen gruppiert. Die Beziehungen innerhalb dieser Ansammlungen sind jedoch weiterhin unklar und bedürfen weiterer Studien. Es ist annehmbar, dass die Bevölkerung der Trichterbecherkultur auf dem erforschten Gebiet früher als erst um 3650 v. Chr., und vermutlich auch früher als um 3700 v. Chr. aktiv wurde. Man weiß dagegen nicht, welchen Charakter die früheste Besiedlungsetappe dieses Gebietes besaß und, ob die Besiedlung wirklich auf sanftere Reliefformen begrenzt war. Unklar erscheint auch das Problem der hoch gelegenen Siedlungen (z. B. Batycze, Fst. 1 und Hnatkowice, Fst. 15) und ihrer eventuellen Verbindung mit den späten Besiedlungsphasen der Trichterbecherkultur. Alle diese Fragen verlangen weiterer Forschungen. pl_PL.UTF-8
dc.language.iso pol pl_PL.UTF-8
dc.publisher Wydawnictwo Uniwersytetu Rzeszowskiego pl_PL.UTF-8
dc.publisher Muzeum Okręgowe w Rzeszowie pl_PL.UTF-8
dc.publisher Instytut Archeologii UR pl_PL.UTF-8
dc.publisher Fundacja Rzeszowskiego Ośrodka Archeologicznego pl_PL.UTF-8
dc.publisher Oficyna Wydawnicza „Zimowit” pl_PL.UTF-8
dc.rights Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 Międzynarodowe *
dc.rights.uri http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ *
dc.subject Funnel Beaker culture pl_PL.UTF-8
dc.subject Tripolye culture pl_PL.UTF-8
dc.subject settlements pl_PL.UTF-8
dc.subject radiocarbon chronology pl_PL.UTF-8
dc.subject spatial analyses pl_PL.UTF-8
dc.subject Rzeszów Foothills pl_PL.UTF-8
dc.subject Lower San Valley pl_PL.UTF-8
dc.title Studia nad osadnictwem kultury pucharów lejkowatych na lessach Podgórza Rzeszowskiego i Doliny Dolnego Sanu pl_PL.UTF-8
dc.title.alternative Studies on the settlement of the Funnel Beaker culture on the loess of Rzeszów Foothills and the Lower San Valley pl_PL.UTF-8
dc.type article pl_PL.UTF-8
dc.identifier.doi 10.15584/misroa.2018.39.2


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